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Fit zu sein, verlangt nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Beweglichkeit, Gleichgewicht und Koordination. Besonders im Alter werden diese Eigenschaften zunehmend wichtiger, denn es reduziert das Verletzungsrisiko erheblich.

Ältere Menschen verfügen über weniger Motoneuronen, welche die Muskulatur steuern. Zusätzlich verringert sich die Geschwindigkeit, mit der Nervensignale vom Gehirn an die Muskeln weitergeleitet werden. Daher ist es für sie schwieriger stabil zu stehen, Balance zu halten und im Ernstfall ein Stolpern auszugleichen. Verlieren sie das Gleichgewicht, ist ein Sturz, oft mit gravierenden Folgen, unvermeidlich. Balancetraining kann hierbei präventiv helfen und die Koordination und den

Gleichgewichtssinn schulen, sowie die nötige Tiefenmuskulatur stärken. Dabei ist es schon in jungen Jahren vorteilhaft Balance und Koordination zu trainieren, da sich die Haltung verbessern lässt, Rückenschmerzen wird vorgebeugt und das Verletzungsrisiko bei anderen Sportarten und im Alltag wird allgemein reduziert.

Beim Stabilitätstraining wird versucht in Übungen gewollt hervorgerufene Dysbalancen mit dem Körper wieder auszugleichen. Das Ziel ist es, kontrollierte Bewegungen trotz Ungleichgewichts auszuführen oder eine Position stabil zu halten, ohne zu wackeln. Je weniger vom eigenen Körper dabei den Boden berührt, desto schwieriger ist es, das Gleichgewicht zu halten. Man sollte mit einfachen Übungen beginnen, später lässt sich Schwierigkeit steigern, indem man sich etwa auf eine weiche Turnmatte stellt. Auch das Schließen der Augen stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

Derartige Übungen sind nicht nur körperlich fordernd, sondern verlangen auch viel Konzentration, was ein gleichzeitiges Mentaltraining bildet. Es ist also ein umfassendes Training, das die Lebensqualität unkompliziert bereichern kann.